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Trainingsprogramm mit 16 bewährten Übungen Drucken E-Mail

Übungsplan zur Förderung Ihrer Rhetorik

Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Reihe bewährter Übungen, mit denen Sie Ihre rhetorischen und dialektischen Schlüsselfähigkeiten fördern können: Die Übungsangebote beziehen sich vorwiegend auf die Inhalte der Module „Überzeugend auftreten“ und „Diskutieren und Interagieren“. Die Übungsangebote bieten Ihnen die Chance,

  • Ihre Fähigkeit zum Vortrag aus dem Stegreif zu fördern,
  • relevante Strukturpläne für Vorträge und Präsentationen einzuüben,
  • mehr Sicherheit beim Sprechdenken und Argumentieren zu erreichen,
  • rhetorische Unarten (wie Äh-Sagen, zu schnelles Sprechen, gleichförmiges Sprechen u. Ä.) zu beseitigen,
  • Verhaltensänderungen im Bereich von Körpersprache und Gestik zu unterstützen (z.B. Verlegenheitsgesten vermeiden; positive Beziehungsbotschaften trainieren),
  • Techniken zum Umgang mit Killerphrasen, Einwänden oder unsachlichen Spielarten einzuüben (z.B. Brückensätze).

Sie können einen Teil der Übungen allein (selbstgesteuert) mit Tonbandgerät oder Videoanlage durchführen; bei den Übungen, die Verbesserungen im nonverbalen Verhalten zum Ziel haben, benötigen Sie in der Regel einen oder mehrere Lernpartner, die Ihnen Feedback geben. Ohne diese Rückmeldungen haben Sie kaum Chancen, Ihr Verhalten nachhaltig zu verändern. In jedem Falle benötigen Sie ergänzend zu den Übungen die oben erwähnten Erinnerungsstützen. In diesem Übungsplan finden Sie ein Symbolsystem, mit dem Sie sich Ihre Lernvorsätze in Erinnerung rufen können.
Übungen zur Rhetorik und Dialektik auf einen Blick


A. Übungen zur Förderung Ihrer Vortragstechnik

1. Übung:

Stegreif-Vortrag zu einem vorgegebenen Thema
100 Themen für die Argumentation

2. Übung:

Stegreif-Vortrag anhand mehrerer Stichworte
Stichwortmatrix

3. Übung:

Strukturpläne einüben („Fünfsatztechnik“)
Ausgewählte Strukturpläne für Vortrag und Argumentation

4. Übung:

Überzeugungspräsentation zu einem realen Thema trainieren

5. Übung:

Wissensmodule erarbeiten

6. Übung:

Wiedergabe eines Textes

7. Übung:

Vortragen eines Redetextes

8. Übung:

Welche Aufmerksamkeitswecker sind für meine Anlässe geeignet?

9. Übung:

Auffinden von Storys aus der eigenen Lebenserfahrung

10. Übung:

Wie finde ich meinen Grundton?
11. Übung:

Wie kann ich mir Dehnungslaute (Äh-Sagen) abtrainieren?

 

B. Übungen zur Förderung Ihrer persönlichen Wirkung

12. Übung:

Analyse Ihrer inneren Einstellung

13. Übung:

Förderung der Körpersprache

14. Übung:

Arbeiten mit visuellen Merkstützen und Erinnerungshilfen

 

C. Übungen zur Förderung Ihrer Dialektik

15. Übung:

Umgang mit schwierigen Situationen in der
Diskussionsphase

16. Übung:

Umgang mit sachlichen Einwänden und unfairen
Spielarten

Lösungsvorschläge zur 16. Übung

 

1. Übung: Stegreif-Vortrag zu einem vorgegebenen Thema

In Kapitel I des Buches haben Sie Techniken für Stegreifvorträge kennen gelernt.

Lernziel dieser Übung:
Sie trainieren Ihre Fähigkeit, ohne Vorbereitung zu einem beliebigen Thema zu sprechen und dabei die beschriebenen Strukturpläne zu verwenden.

Themenangebote Eine Liste mit 100 Themen finden Sie auf den Seiten 7–8, die Sie sich kopieren bzw. ausdrucken sollten.
Ablauf der Übung Sie ein Tonbandgerät und eine Uhr mit Sekundenzeiger oder eine Stoppuhr. 2. Wählen Sie als zeitliche Vorgabe für diese Übung zunächst 30 Sekunden. Sie können die Dauer später auf eine Minute ausdeh-3. Lesen Sie sich in Kapitel I im Buch noch einmal die Hinweise für den Einstieg und zur Strukturierung durch. Prägen Sie sich ihre Anwendung ein. Lassen Sie sich zudem von den folgenden Praxistipps inspirieren, um beim Stegreifsprechen Stoff zu finden und nicht hängen zu bleiben. 4. Anhand der aufsteigend nummerierten Liste ist es leicht, ein Thema für Ihre Stegreifübung zu finden: Denken Sie an eine Zahl zwischen 1 und 100 und schauen Sie dann in der Liste, welches Thema dieser Zahl entspricht. Wenn Sie beispielsweise an die Zahl 60 gedacht haben, lautet Ihr Stegreifthema „Wissensgesell-schaft“. Mit der Themenliste soll das Überraschungsmoment für Ihre Übung hergestellt werden. 5. Schalten Sie Ihr Tonband ein und beginnen Sie nach 10 Sekun-den zu sprechen.

6. Fragen Sie sich bei der Tonbandanalyse, was gelungen ist und was Sie hätten besser machen können, und zwar hinsichtlich Stimme/Sprechtechnik sowie Inhalt/Struktur:

Stimme/Sprechtechnik Inhalt/Struktur
   
– Flüssigkeit des Sprechens – Einstieg
– Pausen, Tempo – Inhalte im Hauptteil
– Modulation – anschauliche Beispiele
– Äh-Sagen und stereotype Formulierungen – Schluss

7. Wiederholen Sie die Übung mehrfach mit neuen Themen.

 

Zur Erinnerung
Praxistipps, um Zeit zu gewinnen

  • Sie können am Anfang auf Zeit spielen, indem Sie zum Beispiel auf die verschiedenen Aspekte des Themas hinweisen oder eine allgemeine Vorbemerkung machen.
  • Sie können am Anfang spontane Assoziationen zum Thema bringen.
  • Sie können konkret und lebensnah mit einem anschaulichen Beispiel oder persönlicher Erfahrung beginnen.