Übungsplan zur Förderung Ihrer Rhetorik
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Reihe bewährter Übungen,
mit denen Sie Ihre rhetorischen und dialektischen Schlüsselfähigkeiten
fördern können: Die Übungsangebote beziehen sich
vorwiegend auf die Inhalte der Module „Überzeugend auftreten“
und „Diskutieren und Interagieren“. Die Übungsangebote
bieten Ihnen die Chance,
-
Ihre Fähigkeit zum Vortrag aus dem Stegreif
zu fördern,
-
relevante Strukturpläne für Vorträge
und Präsentationen einzuüben,
-
mehr Sicherheit beim Sprechdenken und Argumentieren
zu erreichen,
-
rhetorische Unarten (wie Äh-Sagen, zu schnelles
Sprechen, gleichförmiges Sprechen u. Ä.) zu beseitigen,
-
Verhaltensänderungen im Bereich von Körpersprache
und Gestik zu unterstützen (z.B. Verlegenheitsgesten vermeiden;
positive Beziehungsbotschaften trainieren),
-
Techniken zum Umgang mit Killerphrasen, Einwänden
oder unsachlichen Spielarten einzuüben (z.B. Brückensätze).
Sie können einen Teil der Übungen allein (selbstgesteuert)
mit Tonbandgerät oder Videoanlage durchführen; bei den
Übungen, die Verbesserungen im nonverbalen Verhalten zum Ziel
haben, benötigen Sie in der Regel einen oder mehrere Lernpartner,
die Ihnen Feedback geben. Ohne diese Rückmeldungen haben Sie
kaum Chancen, Ihr Verhalten nachhaltig zu verändern. In jedem
Falle benötigen Sie ergänzend zu den Übungen die
oben erwähnten Erinnerungsstützen. In diesem Übungsplan
finden Sie ein Symbolsystem, mit dem Sie sich Ihre Lernvorsätze
in Erinnerung rufen können.
Übungen zur Rhetorik und Dialektik auf einen Blick
A. Übungen zur Förderung Ihrer Vortragstechnik
1. Übung:
Stegreif-Vortrag zu einem vorgegebenen Thema
100 Themen für die Argumentation
Stegreif-Vortrag anhand mehrerer Stichworte
Stichwortmatrix
Strukturpläne einüben („Fünfsatztechnik“)
Ausgewählte Strukturpläne für Vortrag und Argumentation
Überzeugungspräsentation zu einem realen
Thema trainieren
Wissensmodule erarbeiten
Wiedergabe eines Textes
Vortragen eines Redetextes
Welche Aufmerksamkeitswecker sind für meine
Anlässe geeignet?
Auffinden von Storys aus der eigenen Lebenserfahrung
Wie finde ich meinen Grundton?
11. Übung:
Wie kann ich mir Dehnungslaute (Äh-Sagen) abtrainieren?
B. Übungen zur Förderung Ihrer persönlichen
Wirkung
12. Übung:
Analyse Ihrer inneren Einstellung
Förderung der Körpersprache
Arbeiten mit visuellen Merkstützen und Erinnerungshilfen
C. Übungen zur Förderung Ihrer Dialektik
15. Übung:
Umgang mit schwierigen Situationen in der
Diskussionsphase
Umgang mit sachlichen Einwänden und unfairen
Spielarten
Lösungsvorschläge zur 16. Übung
1. Übung: Stegreif-Vortrag zu einem vorgegebenen Thema
In Kapitel I des Buches haben Sie Techniken für Stegreifvorträge
kennen gelernt.
Lernziel dieser Übung:
Sie trainieren Ihre Fähigkeit, ohne Vorbereitung zu
einem beliebigen Thema zu sprechen und dabei die beschriebenen Strukturpläne
zu verwenden.
| Themenangebote |
Eine Liste mit 100 Themen finden Sie auf den Seiten
7–8, die Sie sich kopieren bzw. ausdrucken sollten. |
| Ablauf der Übung |
Sie ein Tonbandgerät und eine Uhr mit Sekundenzeiger
oder eine Stoppuhr. 2. Wählen Sie als zeitliche Vorgabe
für diese Übung zunächst 30 Sekunden. Sie können
die Dauer später auf eine Minute ausdeh-3. Lesen Sie sich
in Kapitel I im Buch noch einmal die Hinweise für den Einstieg
und zur Strukturierung durch. Prägen Sie sich ihre Anwendung
ein. Lassen Sie sich zudem von den folgenden Praxistipps inspirieren,
um beim Stegreifsprechen Stoff zu finden und nicht hängen
zu bleiben. 4. Anhand der aufsteigend nummerierten Liste ist
es leicht, ein Thema für Ihre Stegreifübung zu finden:
Denken Sie an eine Zahl zwischen 1 und 100 und schauen Sie dann
in der Liste, welches Thema dieser Zahl entspricht. Wenn Sie
beispielsweise an die Zahl 60 gedacht haben, lautet Ihr Stegreifthema
„Wissensgesell-schaft“. Mit der Themenliste soll
das Überraschungsmoment für Ihre Übung hergestellt
werden. 5. Schalten Sie Ihr Tonband ein und beginnen Sie nach
10 Sekun-den zu sprechen. |
6. Fragen Sie sich bei der Tonbandanalyse, was gelungen ist und
was Sie hätten besser machen können, und zwar hinsichtlich
Stimme/Sprechtechnik sowie Inhalt/Struktur:
| Stimme/Sprechtechnik |
Inhalt/Struktur |
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| – Flüssigkeit des Sprechens |
– Einstieg |
| – Pausen, Tempo |
– Inhalte im Hauptteil |
| – Modulation |
– anschauliche Beispiele |
| – Äh-Sagen und stereotype Formulierungen |
– Schluss |
7. Wiederholen Sie die Übung mehrfach mit neuen Themen.
Zur Erinnerung
Praxistipps, um Zeit zu gewinnen
-
Sie können am Anfang auf Zeit spielen, indem
Sie zum Beispiel auf die verschiedenen Aspekte des Themas hinweisen
oder eine allgemeine Vorbemerkung machen.
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Sie können am Anfang spontane Assoziationen
zum Thema bringen.
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Sie können konkret und lebensnah mit einem
anschaulichen Beispiel oder persönlicher Erfahrung beginnen.
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